Schwache Aarberger verlieren 3 Punkte gegen ein kompromissloses (unfaires?) Bolligen

Mit einem stark reduzierten Kader reiste der FC Aarberg nach Bolligen, um sich 3 weitere Punkte im Aufstiegskampf zu sichern. 3 wichtige Spieler fehlten, weil sie in der 1. Mannschaft in der interregionalen 2.-Liga um Punkte kämpfen mussten. 2 weitere Spieler fehlten, weil sie aus anderen, hier nicht genannten Gründen, unserer Equipe nicht helfen wollten und Bornhauser fehlte als Langzeitverletzter auch. Dazu kam, dass 3 weitere Spieler (Higuero, Etter, Aebischer) angeschlagen ins Spiel gingen.
Wie bereits vor einer Woche startete der FCA furios. Gleich von Anfang an wollten die Gäste zeigen, wer nächste Saison wieder in der Meistergruppe spielen will. Bereits in der 5. Minute hatte R. Känel, nach einem schönen Pass von Seiler, die Chance zur Führung. Leider prallte der Ball nur an den Pfosten. In diesem Spiel schafften es die Aarberger nicht einmal 20 Minuten, das Spiel in den eigenen Händen zu halten. Schnell begannen die Gastgeber mit taktischen Fouls jegliche spielerische Elemente der Aarberger zu unterbinden. Leider verpasste der Schiedsrichter es, diese Fouls mit gelben Karten frühzeitig zu stoppen. Mit langen Bällen, die nun geschlagen wurden, konnten die beiden kleingewachsenen Stürmer auch nicht gerade viel anfangen. So kam es, dass 2 Verteidigungsfehler in Folge zum 1:0 für die Gastgeber führte. Die Aarberger wollten sich jedoch noch nicht geschlagen geben und versuchten nun ihrerseits die Gangart zu verschärfen. Nach einem schönen Flügellauf von Etter wurde dieser, kurz nach dem Eindringen in den Strafraum, (notbremsewürdig) gefoult. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, aber wo blieb die gelbe (rote) Karte? Aebischer verwandelte diesmal wieder sicher und schoss somit bereits sein 5. Rückrundentor. Bis zur Halbzeit entwickelte sich nun ein ausgeglichenes, aber nicht sonderlich hochstehendes Spiel.

In der zweiten Halbzeit nahmen sich die Aarberger vor, sich wieder auf ihre technischen Vorteile zu konzentrieren. Dieses Vorhaben wurde allerdings bereits in der 51. Minute wieder zunichte gemacht. Nach einem missglückten Abstoss, schoss ein Bolliger aus etwa 35 Metern in hohem Bogen über den verdutzten Schüpbach ins Tor. Dieses Tor brach den Aarberger Rhythmus total und nun begann eine hektische Schlussphase mit vielen Gehässigkeiten und versteckten Fouls. Während die Aarberger vor allem ihr Mundwerk nicht mehr unter Kontrolle hatten, griffen die Bolliger zu immer härteren Foulspielen. Auch vor klaren Tätlichkeiten schreckten die Gastgeber nicht zurück. Der schwache Schiedsrichter zog aber nicht einmal eine gelbe Karte. Die Karten nahm er erst in der Schlussphase hervor, in welcher er gleich reihenweise Aarberger hinausschickte. Er schien der deutschen Sprache nicht genügend mächtig zu sein um in diesem Spiel den Überblick behalten zu können. Er verstand immer wieder Diskussionen innerhalb der Aarberger als Angriffe gegen ihn.

Trotzdem kamen die Aarberger noch zu einigen Torchancen. Leider waren diese nicht zwingend genug. Oftmals versuchte man mit langen Bällen die Stürmer zu lancieren, anstatt über die schnellen Flügel (Zysset oder Seiler) zu operieren. Vor allem der B-Junior Zysset mit Jahrgang 87 beeindruckte mit grossen Einsatz und gutem Durchsetzungsvermögen. Unverständlicherweise wurden diese Waffen zu selten eingesetzt. So konnten sich die Bolliger auf Kopfbälle und Fouls beschränken.

Alles in allem ist die Niederlage sicherlich unglücklich zustande gekommen. Wenn man aber bedenkt, dass die Aarberger den sofortigen Wiederaufstieg anstreben, dann kann man mit dem Gebotenen einfach nicht zufrieden sein. So müssen sich die Aarberger wohl oder übel damit abfinden, dass sie wohl noch länger Spiele in Fussballprovinzen wie Bolligen austragen müssen. Den Aufstieg muss man wahrscheinlich auf die nächste Saison verschieben.

Telegramm

FC Bolligen - FC Aarberg 2:1 (1:1)

Sportplatz Wegmuehle (50 Zuschauer)
Tore:
24. 1:0, 29. 1:1 Aebischer (Penalty), 51. 2:1
Aarberg:
Schuepbach;
Schneeberger (80. Gerber), Higuero, Aebischer, Gerber (67. Deutsch);
Zysset, Liechti, Etter (21. Scheurer), Seiler;
R. Kaenel, Deutsch (26. Etter);
Verwarnungen:
75. Aebischer (Reklamieren), 82. Seiler (Reklamieren), 89. Gerber (Reklamieren) 89. Gegner (Spielverzögerung);
Es fehlten:
M. Känel, Franke, Roulin (1. Mannschaft), Amstutz, Hurni (???), Bornhauser (verletzt).

Interview mit Jan Zysset:

Wie hast du dich vorbereitet? Hast du damit gerechnet in der Startaufstellung zu stehen?
Ich habe mich eigentlich wie auf jedes andere Spiel vorbereitet, früh ins Bett gehen und am Morgen zwischen 9 und 10 Uhr aufstehen.
Herr Etter hatte mir mitgeteilt, je nachdem wie lange die Spieler in der 1. Mannschaft zum Einsatz kommen, sei es gut möglich, dass ich in der Startaufstellung stehe und dementsprechend habe ich mich vorbereitet.

Welche Unterschiede sind dir zwischen der A 1. Stärkeklasse und der B-Meistergruppe aufgefallen?
Vom Spieltempo und Taktik habe ich nicht viele Unterschiede zu den B-Junioren bemerkt. Die Zweikämpfe wurden aber viel härter geführt.

Was hältst du von der Mannschaftsleistung? Wie beurteilst du deine eigenen Leistung?
Also ich glaube die A Junioren können viel mehr als sie gegen Bolligen gezeigt haben, da aber diverse Spieler fehlen, wird dies in dieser Saison nicht mehr einfach zu zeigen sein.
Auf meine eigene Leistung habe ich nur positive Rückmeldungen von anderen Spieler und Zuschauer bekommen, jedoch ist es sehr schwierig seine eigene Leistung einzuschätzen.


Bericht von Ramon Känel und Marco Aebischer

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